Mathematik(er) auf Banknoten – Urbain Le Verrier

Schaut man in die Geldbörsen in aller Welt, so entdeckt man viele Banknoten, die voller Mathematik, Physik und Astronomie stecken.

Urbain le Verrier (auch Leverrier) wurde am 11. März 1811 in Saint Lô geboren. Nach seinem Mathematikstudium widmete er sich ab 1836 der Astronomie. 1845 konnte er zeigen, dass die Bahnstörungen des Uranus auf einen Planeten hinwiesen, der außerhalb der Uranusbahn liegen musste. Ein Jahr später konnte er mit seinen komplexen Berechnungen den Ort dieses „neuen“ Planeten bestimmen. Die Astronomen der Pariser Sternwarte gingen auf seine Forschungen nicht ein. So sandte er seine Ergebnisse nach Berlin, wo noch in der Nacht des Eintreffens seiner Berechnungen, durch die Astronomen Johann Gottfried Galle und Heinrich Louis d’Arrest, der Neptun entdeckt wurde.

Die Entdeckung des Neptuns und die Leitung der Pariser Sternwarte, die Le Verrier ab 1854 inne hatte, sind auf der 50-Francs-Banknote dargestellt. Auf der Vorderseite ist hinter dem Portrait die Pariser Sternwarte erkennbar. Die Gestaltung der Rückseite der Banknote zählt für mich zu den schönsten Abbildungen überhaupt. Ein entspannter Neptun ist zu sehen, vor genau dem Himmelsausschnitt, in dem er sich zum Zeitpunkt der Entdeckung aufhielt – die Jahreszahl 1846 ist angegeben.

Viele weitere Details zu Le Verrier ließen sich beschreiben. Hinweisen möchte ich auf den nach ihm benannten Mondkrater.

Thomas Jahre


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