Aktuelles aus der Bienenforschung: Schülerinnen liefern großartige Forschungsergebnisse

Schon Einstein vermutete: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben […]“. Der Gesundheitszustand eines Bienenvolkes wird von vielen Faktoren beeinflusst, u.a. kann sich die Luftfeuchtigkeit in Bienenbehausungen negativ darauf auswirken. Drei Schülerinnen der Emil-von-Behring Schule in Geislingen haben sich gemeinsam mit ihrer Lehrerin der Bienen angenommen und selbst geforscht: Können Form und Ausstattung einer Bienenbehausung die Gesunderhaltung der Bienen fördern? Durch welche Maßnahmen lassen sich Bedingungen schaffen, die zur Gesunderhaltung der Bienenvölker beitragen? Überlebenswichtige Fragen, denen Dank Fördergeldern der Baden-Württemberg Stiftung intensiv und mit modernsten Geräten nachgegangen werden konnte!

Der Baden-Württemberg Stiftung ist es ein großes Anliegen, im Rahmen der von Klett MINT überarbeiteten und neu ausgerichteten Initiative mikro makro mint Schülerinnen und Schüler bei ihren Forschungsprojekten zu unterstützen. Kinder und Jugendliche sollen durch diese Initiative schon früh dazu angeregt werden, sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu beschäftigen. Wenn auch Sie eine Projektidee haben, finden Sie alle wichtigen Zahlen, Fakten und Impressionen rund um die Initiative in der Broschüre und unter www.mikromakro-mint.de.

Das Bienensterben – ein Phänomen bereitet Sorgen

Das Bienensterben ist ein Phänomen, das nicht nur Imkern und Ökologen Sorgen bereitet. Die Bedeutung der Bestäubungsleistung in Flora und Fauna für das gesamte Ökosystem ist , hinreichend bekannt. Die Schülerinnen und Schüler der Emil-von-Behring Schule forschen an mehreren Honigbienenvölkern, die auf dem Schulgelände seit vier Jahren in unterschiedlichen Behausungen leben und den Schulhonig liefern. Auch durch Unterstützung des Würzburger Prof. Dr. Jürgen Tautz, Begründer von HOBOS (HOneyBee Online Studies, www.hobos.de), war es ihnen möglich, Messwerte mit Hilfe von Software, Sensoren und Infrarotkamera rund um die Honigbienen zu erfassen und international vergleichbar zu machen. Der Schwerpunkt lag dabei in der Erforschung des Mikroklimas in unterschiedlichen Behausungen. Denn je besser das Mikroklima im Stock ist, umso gesünder sind die Bienen.

Forschungsergebnisse: mit Lehm lässt sich die Feuchtigkeit besonders gut regulieren

Die Ergebnisse aus dem letzten Jahr ergaben, dass Bienen in einer runden Behausung, wie z. B. der HOBOSPHERE, die Feuchtigkeit durch Totholz regulieren konnten: Es kam zu keinen Taupunkten und auch keinen Erkrankungen. Dies wurde auf tragische Weise bestätigt, als die beiden Bienenvölker aus den eckigen Bauten nach dem feuchten Herbst und Frühjahr 2017 verstarben. Wäre es möglich, die guten mikroklimatischen Bedingungen aus der runden HOBOSPHERE auf die eckige zu übertragen? Hierzu sollte der abiotische Faktor Feuchtigkeit unter „eckigen“ Bedingungen erforscht werden. Zunächst erfolgten Messungen über das feuchtigkeitsregulierende Material Totholz und Lehm. Nach Absprache mit dem betreuenden Imker wurden die eckigen Zanderbauten entsprechend umgebaut, Messvorrichtungen montiert und zwei neue Bienenvölker gekauft. Nach mehreren Wochen bestätigte der Vergleich der Messprotokolle im Bienenstock die Materialauswahl: Lehm reguliert besonders gut. Alle Daten wurden mit der App „Smart Gadget“ schülergerecht per WLAN ausgelesen und interpretiert.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Melden Sie Ihre jungen Forscher an beim Förderprogramm mikro makro mint der Baden-Württemberg Stiftung!

Sie leiten bereits eine Forscher AG oder kennen Schülerinnen und Schüler, die für ihr spannendes Forschungsprojekt finanzielle Unterstützung gebrauchen könnten? Dann bewerben Sie sich für die aktuelle Ausschreibungsrunde des Programms mikro makro mint der Baden-Württemberg Stiftung. Darüber können Forscherteams jedes Schuljahr bis zu 2.500 Euro für ihre MINT-Projekte beantragen, in begründeten Fällen auch 2×2.500 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren. Zudem wird ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit geboten, an einer Forschungsfahrt der ALDEBARAN, einem Forschungs- und Medienboot, auf dem Bodensee teilzunehmen. Teilnahmebedingungen, Bewerbungsbogen und weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.mikromakro-mint.de.