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Dusyma in der Grundschule: Hoch hinaus mit „HimmelHoch“ (Interview mit Arbeitsblatt)

Das Spiel „HimmelHoch“ fördert das räumliche Vorstellungsvermögen, indem Kinder auf einer quadratischen Fläche einen kompakten Turm aus Winkelsteinen bauen. Sie müssen sich dabei an die Himmelsrichtungen halten, die auf Holzkarten angegeben sind. Nebenbei erwerben sie Vorläuferkompetenzen für das Koordinatenystem und Einblicke in das Arbeiten mit einem Kompass.

 

 

Unsere Autorin Katharina Rinck sprach mit Michelle Montillon, die Klassenlehrerin einer vierten Klasse in der Grundschule in Herxheim bei Landau (Rheinland-Pfalz) ist und dort Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Religion unterrichtet.

K. Rinck: „Liebe Frau MontillonSie hatten das Spiel ‚HimmelHoch‘ in Ihrer 4. Klasse im EinsatzWie kam es bei den Kindern an?“

M. Montillon: „Die Kinder waren sehr interessiert, vor allem wegen den besonderen Winkelbausteinen und dem Kompass. Vermutungen zum Ablauf des Spieles wurden gesammelt, z.B.: ‚Man darf Klötze nur dorthin stellen, wo der Kompass auf Norden zeigt‘, oder ‚Man muss in jeder Himmelsrichtung etwas Identisches bauen.‘“

Frau Montillons Schülerinnen und Schüler durften das Spiel zunächst frei nutzen und „regelfrei“ ausprobieren.

Anschließend wurden die offiziellen Regeln gemeinsam besprochen und in Gruppen wurde das Spiel über mehrere Tage ausprobiert. „Nach einigen Anfangsschwierigkeiten konnten sich die Schüler oft schon gegenseitig helfen“, so Michelle Montillon.

Mit dem Spiel wird ein Kompass mitgeliefert. Schulisch hatten die Schülerinnen und Schüler von Frau Montillon noch keine Vorerfahrungen.

M. Montillon: „Viele Kinder kennen einen Kompass von zu Hause. Hier waren die Voraussetzungen sehr heterogen.“ Bei ihr wurden daher die Himmelsrichtungen kurz während der Erklärungsphase zum Spiel besprochen. „Hilfreich ist auch, mit den Kindern nach Besprechung des Kompasses erstmal praktisch zu erproben, wie man einen Kompass anwendet, ausrichtet und dann leicht bestimmen kann, wo welche Himmelsrichtung liegt. Dann fällt das Verständnis des Spieles viel leichter“, sagt die Klassenlehrerin.

„Das Spiel stellt eine gute Übemöglichkeit in Mathematik bei den Bauplänen und im Sachunterricht beim Thema Magnete/Kompass dar.“

Förderung geometrischer Kompetenzen durch Kopfgeometrie

Zum Spiel wurde ein Arbeitsblatt entwickelt, mit dem die Schülerinnen und Schüler an das Hantieren geometrischer Körper im Kopf (Kopfgeometrie) herangeführt werden sollen. Frau Montillon setzte es als Zusatzmaterial in ihrer Freiarbeitsecke ein: „Wir haben es in unserer Klasse nicht konkret als Aufgabe für alle anfertigen lassen, sondern es im Rahmen der Gruppenspiele als Ausprobier-Aufgaben ausgelegt. Manche Kinder haben es genutzt oder ausprobiert und fanden es spannend, anhand der Baupläne herauszuknobeln, wie das Bauteil liegen oder stehen muss. Die Kinder hatten Vorerfahrungen zu Bauplänen aus dem Mathematikunterricht und wussten also, was die Zahlen auf den Spielfeldern bedeuten könnten.“

Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit „Himmelhoch“

Das Spiel „HimmelHoch“ fördert das räumliche Vorstellungsvermögen. Dies gehört zu den mathematischen Kompetenzen im Bereich Raum und Form (Geometrie). Außerdem wird das planerische Vorgehen gefördert. Es eignet sich zum unmittelbaren Einsatz im Bereich des Zeichnens von Bauplänen, wie es in den Bildungsplänen der Länder vorgegeben ist.

Das Wichtigste zum Spiel „Himmelhoch“ auf einen Blick

Bei dem Spiel beschäftigen die Kinder sich mit Himmelsrichtungen, indem sie auf einer quadratischen Fläche einen kompakten Turm aus Winkelsteinen bauen. Auf Holzkarten sind Himmelsrichtungen angezeigt, die beim Bau zu beachten sind.

Inhalt/Material: 1 Spielfeld, 24 Holzkarten beidseitig bedruckt aus Birke multiplex, 24 L-Bausteine mit Fräsung aus Buche, 1 Kompass.

Maße: Spielfeld 18,5 cm x 18,5 cm, Baustein 6 cm x 9 cm, Holzkarten 6 cm x 6 cm, Kompass Ø 5 cm.

Autorin: Katharina Rinck; Lehrerin für Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Musik in einer dritten Klasse an der Grundschule in Herxheim; Lehrbeauftragte für ästhetische Bildung an der Uni Koblenz-Landau.

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