Wer schon einmal eine Grundschulklasse in Naturwissenschaft unterrichtet hat, kennt das: Manche Kinder rufen ihre Ideen begeistert in den Raum, andere diskutieren miteinander, wieder andere sind so vertieft, dass sie die Zeit vergessen. Am Ende weiß man als Lehrkraft manchmal gar nicht, ob die große Frage der Stunde wirklich beantwortet wurde.
Was auf den ersten Blick wie bloße Unruhe wirkt, ist in Wirklichkeit Ausdruck echter Neugier. Kinder wollen ausprobieren, anfassen, miteinander reden, Dinge hinterfragen. Diese Energie ist kein Hindernis, sondern ein Schatz. Wenn es gelingt, sie zu kanalisieren, wird aus Lautstärke ein Zeichen von Begeisterung und aus Unruhe ein Motor für gemeinsames Entdecken.
Wenn Neugier das Lernen antreibt
Lego Education Naturwissenschaften schafft genau das: Es bringt Lernen in Bewegung und Bewegung ins Lernen. Die Sets sind speziell für Kinder der Grund- und weiterführenden Schule konzipiert und bieten einen spannenden und niedrigschwelligen Einstieg in naturwissenschaftliche Themen. Sie sind zudem nach Klassenstufen gestaffelt (für die Jahrgänge 1–3, 4–6 sowie 7–9) und lassen sich so passgenau im Unterricht einsetzen.
Lehrkräfte werden mit strukturierten Unterrichtseinheiten und Hintergrundinformationen versorgt, die zugleich Raum für eigene Ideen und Impulse lassen. Kinder bauen mit den LEGO-Sets kleine, greifbare Modelle, mit denen sie naturwissenschaftliche Fragen untersuchen, die sich leicht in ihre eigene Lebenswelt integrieren lassen. Die Unterrichtseinheiten folgen jeweils einem 5-Schritte-Anleitungsmodell. So entsteht ein klarer, wiederkehrender Ablauf, der Orientierung schafft, den Schüler:innen Sicherheit gibt und das Einfinden in neue Themen erleichtert.
Unterricht in 5 Phasen
- Einführung: Die Unterrichtsstunde beginnt mit einer spannenden großen Frage, im Fach Biologie etwa: Wie wachsen neue Bäume und Pflanzen im Wald?, in Physik: Was könnt ihr im Dunkeln sehen? oder im Bereich Technik: Wie könnt ihr auf einem Kopfsteinpflaster Skateboard fahren? Insgesamt stehen 120 fertige Unterrichtsstunden
- Erforschen: Nun werden die Kinder dazu eingeladen, in Viererteams (alternativ in Dreierteams) ein zur Frage passendes LEGO-Modell zu bauen. Damit auch die Teamarbeit spielend gelingt, beinhaltet jedes Set vier verschiedenfarbige Minifiguren, eine für jedes Teammitglied. Die entsprechenden Symbole in der Bauanleitung zeigen, wer welchen Teil des Modells zusammenbaut.
- Erläutern: Daran knüpft ein Gespräch in der Klasse an. Die Kinder beschreiben, was sie gebaut haben und wie sie mit dem Thema in ihrem Alltag vielleicht selbst schon einmal in Berührung gekommen sind.
- Erweitern: Diese Erlebnisse dürfen anschließend mit LEGO nachgebaut werden, das heißt, die Schüler:innen erweitern ihr eigenes LEGO-Modell mit Beispielen aus dem echten Leben.
- Bewerten (optional): Die Gruppenarbeit kann mit einer Zusatzaufgabe abgeschlossen werden. Das können Notizen oder eine Zeichnung sein, die alles in der Stunde Gelernte kombinieren.
Weitere Informationen
Entdecken Sie auf unserer Themenseite, wie kreativitätsorientiertes und haptisches Lernen wirkt, warum es wirkt und wie Sie es ganz leicht in Ihrem Unterricht verankern können:
Beispiel für eine Unterrichtseinheit Klasse 1–3: Biologie und Umweltschutz
In der Einheit „Die emsigen Helfer der Blumen“ erkunden die Schüler:innen den Bestäubungsprozess, eine der faszinierendsten Interaktionen zwischen Tier und Pflanze. Zugleich lernen sie, die Auswirkungen von Umweltveränderungen zu verstehen: Wie beeinträchtigen von Menschen besiedelte Gebiete im Allgemeinen und der Bau eines Spielplatzes im Speziellen den Bestäubungsprozess? Es ist ein Thema, das direkt der Lebenswelt der Schüler:innen entspringt. Auch diese Unterrichtseinheit folgt den 5 Phasen:
- Einführung: Es können Fragen genutzt werden wie: Habt ihr in der Schule oder zu Hause schon einmal eine Biene oder einen Schmetterling gesehen? Wie können wir mit Bienen und Schmetterlingen gut zusammenleben?
- Erforschen: In Kleingruppen entstehen LEGO-Modelle einer Biene, eines Schmetterlings und einer Blume. Im Rollenspiel wird nachgespielt, wie Bienen und Schmetterlinge umherfliegen und Blumen bestäuben.
- Erläutern: Die Schüler:innen sprechen darüber, warum Bienen und Schmetterlinge wichtig sind und welche Folgen der neue Spielplatz auf die beiden Insektenarten hat. Gemeinsam kann darüber nachgedacht werden, wie man Insekten dazu ermutigen kann, auf dem neuen Spielplatz zu leben, ohne den Spielplatz zu einem unsicheren Ort zu machen.
- Erweitern: Die Klasse baut Lösungen, mit denen die Insekten auf dem Spielplatz geschützt werden können, direkt in ihr LEGO-Modell ein.
- Bewerten: Als Zusatzaufgabe könnten die Schüler:innen eine mögliche Lösung zeichnen, die Insekten in ihrer Umgebung schützt.
Warum es wirkt
Als Lehrkraft merken Sie am Ende einer solchen Stunde sicher: Das Durcheinander, das am Anfang vielleicht herrschte, ist plötzlich gebündelte Energie, kanalisiert in kleine, anschauliche Forschungsergebnisse. Die Lernenden übernehmen eine Rolle als kleine Forscher:innen, bauen selbst, machen Fehler, vergleichen Hypothesen und tauschen sich dabei aus. Dabei lernen sie nicht nur Biologie, sondern auch Experimentieren, Teamarbeit und Präsentation. Wie von selbst entsteht so ein Lernprozess, der Kinder begeistert, zusammenführt und Naturwissenschaft greifbar macht.
Noch mehr Informationen
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