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Klimaschutz im Klassenzimmer – 9 praktische Ideen für den Unterricht

Die Klimakrise ist nicht länger eine ferne Bedrohung, sondern eine existenzielle Herausforderung, die unsere Welt und unsere Gesellschaft unmittelbar betrifft. Es ist daher an der Zeit, dass wir kollektiv Verantwortung übernehmen und konkrete Schritte unternehmen. Dafür ist es erforderlich, dass wir alle gut über die aktuelle Situation und vor allem über die vorhandenen Lösungsansätze zum Klimaschutz informiert sind. Grund genug also, das Thema in die Schulen zu bringen. Wie das geht, erfahren Sie im zweiten Teil unserer Minireihe zum Thema Klimaschutz.

Ein Beitrag von Prof. Dr. Daniel Gembris, Berufsakademie Sachsen

Im ersten Teil unserer Minireihe ging es um Klimaschutz im Dialog. Neun konkrete Tipps ebneten den Weg in konstruktive Klimakommunikation. In diesem Beitrag wird der Klimaschutz ins Klassenzimmer gebracht, denn neben dem Erwerb von Faktenwissen kommt dem Erlernen von Verhaltensweisen eine große Bedeutung zu. Verhaltensweisen werden jedoch selbst für junge Menschen erst nach vielen Wiederholungen zur Routine. Für den Klimaschutz bedeutet das, dass Lehrpersonen die Klimakrise in verschiedenen Kontexten thematisieren, zum Beispiel indem im Unterricht immer wieder die Frage nach den Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf das Klima gestellt wird. Nachfolgend werden ganz praktische Ideen und Tipps vorgestellt, wie das Thema Klimakrise empathisch und unterhaltsam in den Unterricht eingebettet werden kann.

Tipp 1: Klimakrise in Zahlen greifbar machen

Zunächst gilt es, das Thema für die Schüler*innen greifbar zu machen: Da CO2 ein farb- und geruchloses Gas ist, erscheinen CO2-Emissionen als ein recht abstraktes Problem. Anhand von Mülltonnen lässt sich der persönliche CO2-Fußabdruck gut veranschaulichen: Die größte Standardtonne für Hausmüll hat ein Fassungsvermögen von 240 Litern. Der Inhalt von zwei solcher mit Wasser gefüllten Tonnen würde 480 Kilogramm wiegen – etwas mehr als das jährliche Pro-Kopf-Müllaufkommen von 457 Kilogramm im Jahr 2019. Denkt man sich auch das CO2 durch Wasser mit derselben Masse ersetzt, bräuchten wir rund 23-mal so viele Mülltonnen, um jeweils unser eigenes CO2 zu entsorgen. Dessen Menge belief sich laut statista.com im Jahr 2021 nämlich auf mehr als 11 Tonnen pro Person. Gegenwärtig entsorgen wir unser CO2 nicht, sondern entlassen es einfach in die Atmosphäre. Diese Deponie ist aber jetzt so gut wie voll; das dafür von der internationalen Staatengemeinschaft festgelegte Kriterium ist die Erhöhung der globalen Temperatur um 1,5 Grad Celsius. Bei anderen Dingen, die knapp werden können, etwa Energie, Nahrung und Wasser, sind wir es gewohnt, dass sie rationiert werden. Die Zahlen legen nahe, dass es durchaus Sinn macht, so auch mit der Aufnahmekapazität von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu verfahren.

Tipp 2: Auswirkungen ganz praktisch aufzeigen

Um die von der Klimakrise verursachten Schäden greifbar zu machen, könnten beispielsweise die Waldzustandserhebungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) besprochen oder eine Beteiligung der Schüler*innen an Aufforstungsaktionen organisiert werden.

Anhand von Weltkarten lässt sich die Ausbreitung der sauerstoffarmen Meeresgebiete, der sogenannten Todeszonen, veranschaulichen und mit Fotos lassen sich die Entstehung und das Wachstum von Kratern auf ehemaligen Permafrostböden zeigen. Diese können einen Durchmesser von bis zu 1 Kilometer aufweisen und bis zu 50 Meter tief sein.

 

Tipp 3: Experimente in den Unterricht integrieren

Die Treibhauswirkung von CO2 wird mit einem einfachen Laborexperiment sichtbar – dazu existiert auch ein Lernvideo des ZDF mit dem Titel „Wie CO2 den Klimawandel verursacht“.

Weil persönliche Erfahrungen durch nichts zu ersetzen sind, sollten Lehrende auch versuchen, die wissenschaftliche Methodik der Klimaforschung im Unterricht zu behandeln. Hierfür lässt sich zum Beispiel der Klimakoffer der LMU München nutzen. Von einem derartigen experimentellen Zugang können indirekt auch die Eltern profitieren. So schreibt Professorin Katherine Hayhoe in ihrem Buch Saving us, dass der Einsatz von Experimenten zur Klimakrise im Schulunterricht in vielen Fällen zu einem Umdenken bei Eltern geführt hat, die zuvor noch die Klimakrise geleugnet haben.

Noch eine Idee für ein anschauliches Experiment im Unterricht: Mithilfe von preiswerten Wärmebildkameras könnten Schüler*innen in den Wintermonaten Aufnahmen von Gebäuden machen, um Wärmelecks sichtbar zu machen. Bessere Isolierung bietet ein erhebliches Einsparpotenzial, denn die Bereitstellung von Wärme und Kälte erfordert in Deutschland rund 50 Prozent der Primärenergie.

 

Tipp 4: Auf Storytelling setzen

Wie lassen sich auch solche jungen Menschen emotional erreichen, die noch nicht oder kaum persönlich von Auswirkungen der Klimakrise betroffen sind oder waren? Eine Strategie, die auch bei Erwachsenen wirkt, ist das Storytelling, also das Erzählen von Geschichten etwa über Leittragende der Klimakrise, aber auch über vorbildlich handelnde Menschen. Im Handbuch Über Klima sprechen – das Handbuch von Christopher Schrader wird erläutert, worauf es dabei ankommt. Wer nicht selbst schriftstellerisch tätig werden möchte, kann auf die Empfehlungen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zurückgreifen, die seit 2019 monatlich ein Klimabuch empfiehlt – hier sind sowohl Sachbücher als auch Romane dabei.

Das Erzählen von Geschichten ist deshalb ein wichtiges Instrument der Wissensvermittlung, weil Informationen, die uns emotional ansprechen, besser im Gedächtnis verankert werden. Der Erfolg dieser Strategie entspricht auch der Erkenntnis, dass sich Menschen für kaum etwas so sehr interessieren wie für andere Menschen.

 

Tipp 5: Klimaschutz fächerübergreifend einbinden

Eine damit verwandte Idee besteht in einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Popsongs im Sprachen- und Musikunterricht, wodurch im Idealfall bei den Schüler*innen das Interesse am MINT-Unterricht zur Klimakrise geweckt wird. Als Beispiel sei das Lied All the Good Girls Go to Hell von Billie Eilish genannt, das keine wissenschaftlichen Fakten oder Forderungen, sondern interpretierbare Aussagen enthält: „Hills burn in California, don’t say I didn’t warn ya“ kann als eine Anspielung auf die Klimakrise verstanden werden, muss es aber nicht.

Im Rahmen einer Projektarbeit könnten Schüler*innen eigene Rapsongs schreiben, aufnehmen und gegebenenfalls auf YouTube veröffentlichen – dort sind schon verschiedene Musikvideos zur Klimakrise zu finden, etwa der Song „Kein Grad weiter“ von Fridays for Future Deutschland.

Tipp 6: Humor nicht vergessen

Ein anderer Zugang ist Humor, worauf sich die Science Busters aus Österreich spezialisiert haben. So präsentieren sie in ihrem Buch Global Warming Party nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge für die Bekämpfung der Klimakrise, die aber zu einer Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen motivieren. Ihnen zufolge ließe sich der Fleischkonsum senken, wenn mehr Menschen von in den USA vorkommenden Zecken gebissen würden: Die dadurch angestoßene Reaktion des Immunsystems würde dazu führen, dass Menschen danach mehrere Jahre lang allergisch auf rotes Fleisch reagieren.

Tipp 7: Klassenzimmer thematisch schmücken

Oft gibt es zwischen dem guten Vorsatz, nachhaltiger zu leben, und der praktischen Umsetzung im Alltag einen tiefen Graben. Um diesen zu verkleinern, wurde von der Hilfswerft das Poster „Nachhaltiger Konsum – Die nachhaltigen 222“ mit einer Übersicht zu 222 nachhaltigen Produkten erstellt, das als Material für BNE-Unterricht anerkannt ist und somit ohne Weiteres im Klassenraum aufgehängt werden kann.

In den Bereich der persönlichen Lebensführung gehören unter anderem Geldanlagen, die einen großen Hebel für mehr Klimaschutz darstellen. Auch wenn für viele Schüler*innen dieses Thema noch nicht relevant ist, können sie so bereits dafür sensibilisiert werden – schließlich haben sie potenziell Einfluss auf Anlagenentscheidungen ihrer Eltern.

Tipp 8: Ausflüge und Projektarbeiten planen

Exkursionen und Projektarbeiten bieten Schüler*innen die Möglichkeit, sich gemeinsam ganz unmittelbar für den Klimaschutz einzusetzen und dadurch Selbstwirksamkeit zu erfahren – ein wichtiger Erfolgsfaktor von Klimaschutz. Denkbar wäre es, den Energiebedarf der eigenen Schule zu analysieren und anschließend Energiesparmaßnahmen zu erarbeiten und gegebenenfalls auch umzusetzen.

Tipp 9: Ideen keine Grenzen setzen

Es gibt so viele Möglichkeiten, das Thema Klimaschutz in den Unterricht zu integrieren. Der Fantasie sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt. Hier kommen noch ein paar weitere Anregungen (s. hierzu auch den Kasten mit Unterrichtsmaterial zum Thema Klimaschutz):

  • Carrot-Mob: Eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Variante von Flash-Mobs, also kurzen, scheinbar zufälligen Menschenaufläufen, bei denen Menschen durch gemeinsames Einkaufen besonders nachhaltige Ladengeschäfte unterstützen. Deren Inhaber*innen werden vorab informiert und verpflichten sich, die zusätzlichen Einnahmen zu spenden oder für nachhaltige Zwecke zu verwenden, etwa die Installation einer Photovoltaikanlage. Viele Lehrende sehen derartige Aktionen kritisch; bei Schüler*innen sind sie jedoch äußerst beliebt.
  • Klima-Bodenzeitung: Auf dem Boden wird mit Bändern oder Klebeband ein in Segmente unterteilter Kreis markiert, wobei zu jedem Segment ein beschriftetes Pappschild mit einer bestimmten Aussage gehört, etwa „Ich schalte Licht und Geräte aus, wenn ich sie nicht brauche“. Die beschrifteten Papptafeln sollten immer so ausgelegt werden, dass sie gut ohne Drehen des Kopfes zu lesen sind, wenn man von außen an den Kreis herantritt. In jedes Segment können nun von den Schüler*innen Steine gelegt werden, um den Grad der Zustimmung zu signalisieren (Steine am Rand bedeuten beispielsweise maximale Zustimmung). So lassen sich Meinungen nonverbal einholen und der Spaßfaktor ist ebenfalls garantiert. Ideen für Aussagen gefällig?
  • Klimaschutz ist mir wichtig.
  • Ein elektronisches Gerät ersetze ich erst dann durch ein neues, wenn das alte nicht mehr funktioniert.
  • Ich streame wenig im Internet.
  • Wenn wir in den Urlaub fahren, dann mit Bus, Bahn oder Zug.
  • Ich fahre oft mit Bus, Bahn, Zug oder Fahrrad oder gehe zu Fuß zu Schule.
  • Ich kaufe bewusst Klamotten nachhaltiger Herkunft oder secondhand.
  • Die Verpackung für meinen Einkauf schafft keinen neuen Müll.
  • Ich bin Vegetarier*in oder Veganer*in.
  • Ich kaufe Essen, das hier wächst, und nicht in fernen Ländern.
© Angela Austermann | Die Klima-Bodenzeitung wird ab Klassenstufe 3 empfohlen und ist ein kurzweiliger Spaß der noch lange für Gesprächsstoff sorgt
  • Dankstelle: Hierbei handelt es sich um eine von den Parents4Future erdachte und erprobte Aktion, bei der an speziell gekennzeichneten Orten Radfahrende angehalten werden, um ihnen dafür zu danken, dass sie mit dieser Art der Fortbewegung zum Klimaschutz beitragen. Dies lässt sich um verschiedene Angebote erweitern, etwa Reifen aufpumpen und Erfrischungen anbieten. Wenn eine Bildungsmaßnahme zu mehr Wertschätzung in unserer Gesellschaft beiträgt, ist das eigentlich schon Grund genug, sie umzusetzen. Die Aktion lässt sich aber auch mit unterrichtsbezogenen Aktivitäten verbinden: Verbesserungsvorschläge für die Radwege sammeln, Daten für eine statistische Auswertung erheben und später Einsparpotenziale durch Radverkehr berechnen.
  • Booksharing4Future: Die Idee hinter dieser Aktion der Parents4Future besteht darin, öffentliche Bücherschränke und -regale für Klimakommunikation zu nutzen. Dafür können Informationsblätter erstellt sowie gebrauchte oder neue Bücher gespendet werden.
  • Solarcamp for Future: Hierbei handelt es sich um eine Art zweiwöchiges Praktikum, in dem jungen Leuten ab 16 Jahren Grundwissen zur Installation von Solarmodulen vermittelt wird. Durch die erfolgreiche Teilnahme wird ein EuP-Zertifikat (EuP = elektrotechnisch unterwiesene Person) erworben, das zur Ausführung bestimmter elektrotechnischer Arbeiten berechtigt. Die Aktion, deren Ziel nicht in der Ausweitung des Niedriglohnsektors, besteht, sondern in der Gewinnung von Nachwuchs für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich der regenerativen Energien, könnte als Freizeitaktivität für die Sommerferien empfohlen werden. Die Durchführung liegt in den Händen eines Vereins oder eines lokalen Projektteams. Die Organisatoren von Solarcamp for Future suchen deutschlandweit noch händeringend Lehrkräfte aus dem Bereich Technik, die die fachliche Anleitung bei den Veranstaltungen übernehmen.
  • Berufsorientierung: Weitere klimafreundliche Berufe können im Rahmen der Berufsorientierung vorgestellt werden. Hierbei hilft ein Blick in einschlägige Jobbörsen wie greenjobs.de.

Fazit

Die Klimakrise ist mitsamt ihrer Bewältigung ein interdisziplinäres und dynamisches Themengebiet, weshalb eine enge inhaltliche Abstimmung des Unterrichts in verschiedenen Fächern und ein Austausch im Kollegium über aktuelle Entwicklungen erfolgen sollten. Die Grundlage für die Kooperation im Kollegium stellen die Lehrpläne dar, die schon verbindliche Vorgaben zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) enthalten. Das Ansetzen von Jour fixes, also von regelmäßigen Treffen, verhindert, dass der Klimaschutz im Schulalltag auf der Strecke bleibt.

Die Erläuterung der Ursachen ist gut im Physik- oder Chemieunterricht aufgehoben, die Folgen lassen sich im Biologie-, Erdkunde- und Sozialkundeunterricht aufzeigen. In Unterrichtseinheiten zur Wirtschaft lassen sich sowohl etablierte Ansätze zur Regulierung von Treibhausgasemissionen, zum Beispiel CO2-Steuern und Emissionsrechtehandel, als auch neuere Ansätze, wie die Klimawährung ECO, besprechen. Im Technik- und Physikunterricht können dazu technologische Lösungen diskutiert werden. In den sprachlichen Fächern könnten nicht nur Songtexte analysiert und geschrieben werden, sondern auch Petitionstexte, an Politiker*innen gerichtete Appelle oder Leserbriefe. Derartige Aktionen sind besonders wichtig, weil sie dem so wichtigen Wissenstransfer dienen, ohne den das Gelernte totes Wissen bleibt. Im Sozialkundeunterricht könnte aufgezeigt werden, das unser Zusammenleben auf ganz unterschiedliche Weise durch gemeinsam ausgehandelte Regeln bestimmt wird – nicht nur durch Gesetze, sondern auch durch Vereinssatzungen sowie Leitbilder oder Selbstverpflichtungen von Unternehmen oder Unternehmensverbänden, die sich stärker in Richtung Klimaschutz ausgestalten ließen.

Klimaschutz lässt sich zudem im Sportunterricht thematisieren, wie das Projekt „Klima bewegt – klimabewusstes Verhalten im und durch Sport“ zeigt. Hier gibt es 16 große und kleine sportliche Übungen mit Bezug zum Thema Klimakrise.

Zudem könnten übrigens Elternabende dazu genutzt werden, sich für möglichst klimaneutrale Exkursionen und Klassenfahrten einzusetzen.

 

Unterrichtsmaterial zum Thema Klimaschutz

Kurze und praktische Unterrichtsentwürfe zu aktuellen Umweltthemen, für verschiedene Klassenstufen und Fächer: https://www.greenpeace.de/ueber-uns/umweltbildung/bildungsmaterialien

Klimawandel verstehen und handeln – ein Projekt der LMU München, das MINT und Klimaschutz verbindet: https://klimawandel-schule.de

„Wie CO2 den Klimawandel verursacht“ – ZDF-Video zum experimentellen Nachweis des Treibhauseffekts von CO2 im Labor:
https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/klimafaktor-co2-erklaerclip-klimawandel-100.html

Ergebnisse der Waldzustandserhebung des BMEL: https://www.bmel.de/DE/themen/wald/wald-in-deutschland/waldzustandserhebung.html

Poster „Nachhaltiger Konsum mit den nachhaltigen 222“: https://www.hilfswerft.de/poster-nachhaltiger-konsum-die-nachhaltigen-222-deutschlands/

Informationen zu Carrot-Mobs: https://www.carrotmob-macht-schule.de/

Klima-Bodenzeitung: https://www.klimaschutz-nebenan.de/idee/klima-bodenzeitung

Aktion „Dankstelle“ der Parents4Future: https://www.parentsforfuture.de/de/dankstellen

Nutzung von öffentlichen Bücherschränken für Klimakommunikation: https://www.parentsforfuture.de/de/booksharing4future

Solarcamp for Future: https://solarcamp-for-future.de/

Plattform für Klimaschutzprojekte: https://climateconnect.earth/de

Schulprojekte für mehr Klimabildung von den Teachers for Future: https://teachersforfuture.org/klimabildung-und-bne/schulprojekte/

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