Skip to content

Spannungsfeld Natur – zwischen Stress und Anpassung

Der Tag hat noch gar nicht richtig angefangen, da haben wir schon tausend Dinge im Kopf: schnell anziehen, frühstücken, zur Arbeit hetzen … Kaum dort angekommen, füllt sich der Schreibtisch schneller als ein Fußballstadion beim Finale der Weltmeisterschaft. Der Kopierer streikt, das Meeting wurde vorverlegt und der Kaffee ist alle. Nach nur zwei Stunden Arbeit ist man direkt wieder reif für das Bett, weil man letzte Nacht schon wieder kaum geschlafen hat.

Ein Beitrag von Dr. Madlen Ziege

Und wer hat Schuld an der Misere? Für viele ist es der Stress selbst. Stress ist der Sündenbock unserer Zeit. Er macht uns krank, kaputt und kraftlos. Hinterlistig lauert er uns nicht nur auf der Arbeit auf. Auch in der Freizeit macht er sich breit und lässt uns hastig von einem Termin zum nächsten springen. Kein Wunder, dass uns überall Produkte angeboten werden, die versprechen, den Stress loszuwerden oder ihn wenigstens zu reduzieren. Mit Yoga, Wellness oder Powerfood sagen wir dem Stress den Kampf an! Doch ist Stress wirklich so schlecht wie sein Ruf? Oder tun wir dem Stress unrecht, indem wir ihn für unsere eigene ungesunde Lebensführung verantwortlich machen?

Ist Stress wirklich der Übeltäter?

Diese Frage stellte ich mir, als ich in Frankfurt am Main zum Thema Stadtökologie promovierte. Ich wollte unter anderem wissen, ob Stadtkaninchen weniger Stress haben als ihre Artgenossen auf dem Land. Dazu musste ich aber erst mal wissen, was „Stress“ überhaupt bedeutet und wie ich ihn messen kann. Und da fing der Stress für mich erst richtig an …
Wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem Passierschein A38 irrte ich von einem Fachbuch über Stress zum nächsten. Auf dem Weg begegneten mir viele Mythen, Märchen und Missverständnisse rund um das Thema. Allein schon die Bedeutung des Wortes ist nicht ganz klar. Für die einen ist Stress alles, was von außen auf uns einbricht und unser Gleichgewicht durcheinanderbringt, für die anderen kommt Stress aus uns selbst heraus. Wir selbst entscheiden bewusst oder unbewusst, ob uns etwas stresst oder nicht.

© Foto von Anna Shvets, pexels

So entstand das Konzept von Stress

Dieses Bedeutungs-Wirrwarr hat seinen Ursprung bei dem Vater des Stresses: Hans Hugo Selye. Der entdeckte in den 1940er-Jahren in seinem Labor in Montréal zufällig den Stress. Eigentlich war der Mediziner auf der Suche nach einem bisher unbekannten Hormon. Dazu spritzte er
Ratten eine Lösung, die er zuvor aus den Eierstöcken von Kühen herstellte. Die Ratten reagierten darauf mit geschwollenen Lymphknoten, blutenden Eingeweiden und vergrößerter Nebennierenrinde. Für Selye war diese Reaktion seiner Laborratten ein eindeutiger Hinweis darauf, dass er sein Ziel erreicht hatte. Die Wissenschaft wusste damals schon, dass die Lymphknoten bei der Reaktion auf Hormone beteiligt sind.
Warum sich auch die Eingeweide auflösten und die Nebenniere verrücktspielte, konnte sich Selye allerdings nicht erklären. Er forschte weiter und stellte zu seiner Überraschung fest, dass die Ratten die gleiche Reaktion zeigten, wenn er ihnen andere chemische Stoffe gab, beispielsweise Formalin. Und auch auf Kälte, Hitze oder körperliche Überanstrengungen zeigten die Ratten immer die gleichen Reaktionen: geschwollene Lymphknoten, blutende Eingeweide und vergrößerte Nebennierenrinde. Selye wusste nun, dass er hier etwas viel Größerem auf der Spur war als nur der Erforschung eines neuen Hormons. Er taufte seine Entdeckung „Allgemeines Anpassungssyndrom“, das später den Namen „Stress“ bekommen sollte.

Das Missverständnis um Stress

Für Selye war klar, dass der Stress der Ratten eine Reaktion auf die Anforderungen von außen war. Die blutenden Eingeweide, die geschwollenen Lymphknoten und die vergrößerte Nebennierenrinde waren alles Anzeichen dafür, dass der Körper gegen den Kuh-Cocktail kämpfte. Wie ein Sondereinsatzkommando greift Stress ein, wenn das Fußballspiel außer Kontrolle gerät. Stress war somit aus Selyes Sicht etwas Gutes, denn er hilft dem Körper, trotz Einflüssen von außen im Gleichgewicht zu bleiben. Der eigentliche Übeltäter ist somit nicht der Stress, sondern es sind die Anforderungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Sind diese zu groß, kann der Körper so viel reagieren, wie er will – er wird nicht mehr zurück ins Gleichgewicht kommen. Aber wieso haben wir von Stress heute so ein schlechtes Bild, wenn sein Entdecker doch so positiv über Stress sprach? Im Laufe der Zeit wurden Stress immer wieder neue Bedeutungen zugesprochen. Die Aussprache von Herrn Selye, der gebürtiger Wiener war, tat dabei sein Übriges. Selye sprach ursprünglich von Stress als das, was von außen auf die Ratten einwirkte: das Kuh-Gemisch, das Formalin oder die Hitze. Die Reaktion der Ratten nannte er „Strain“, englisch für Widerstand. Stress und Strain klangen jedoch sehr ähnlich, wenn Selye sie mit seinem schlechten Englisch aussprach. Nach dem Stille-Post-Prinzip wusste nach zahlreichen Vorträgen von Selye niemand mehr, was nun eigentlich der Stress und was der Strain war. Stress kam gleichzeitig von außen und von innen. Stress war sowohl das giftige Formalin als auch die blutenden Eingeweide. Sätze wie „Stress bringt mich noch um“ oder „Von dem ganzen Stress bekomme ich noch Magengeschwüre“ verdanken wir also der Reaktion der Laborratten von Herrn Selye. Klar, dass seither keiner etwas mit Stress zu tun haben will.

Stress aus Sicht der Natur

Auch ich machte während meiner Promotion Stress dafür verantwortlich, dass mir die Haare ausgingen, ich Schlafstörungen und einen Nervenzusammenbruch hatte. Bis ich eines Tages damit begann, Stress aus Sicht der Evolutionsbiologie zu betrachten: Stress ist, wenn die Fitness sinkt! Und mit Fitness meine ich nicht, dass ein Kaninchen besonders hoch springen oder eine Biene schnell fliegen kann. Ich meine die biologische Fitness, die Anzahl eigener Nachkommen und die enger Verwandter. Es geht darum, möglichst lange zu leben und sich möglichst viel fortzupflanzen. Und das geht nur, wenn sich Tiere, Pflanzen, aber auch Pilze und Bakterien immer wieder neu an ihren Lebensraum anpassen. 

Die biologische Fitness können wir uns vorstellen wie ein Bankkonto. Alles, was zu einem langen Leben und vielen eigenen Nachkommen und Nachkommen enger Verwandter beiträgt, zahlt auf dieses Konto ein. Gleichzeitig gibt es die Stressfaktoren, die es der Fitness schwer machen: Fressfeinde, Parasiten oder höhere Temperaturen – theoretisch kann alles im Leben zu einem Stressfaktor werden. Diese Stressfaktoren „buchen“ vom Fitnesskonto ab. Die Folge: Die Fitness geht runter und der Stress geht rauf. 

Und genau dieser Zusammenhang war es auch, der erklärte, warum es immer mehr Wildkaninchen in der Stadt und immer weniger auf dem Land gibt. Im ländlichen Umland finden Wildkaninchen kaum noch genug Nahrung und Versteckmöglichkeiten. Riesige offene Agrar- und Grasflächen bieten keine dichten Böschungen für die Anlage von Kaninchenbauten. Doch diese Bauten sind wichtig, damit die Wildkaninchen ihre Jungen geschützt aufziehen und sich selbst vor Feinden in Sicherheit bringen können. Gleichzeitig gibt es vor allem
im Winter nicht genug Nahrung, damit alle Kaninchen überleben könnten. Um die Fitness der Landkaninchen ist es somit nicht gut bestellt. In der Stadt hingegen finden sich in den Parks und Grünanlagen viele Hecken und Büsche. Hier können die Hasenartigen ihre Bauten geschützt anlegen.
Und direkt neben dem Bau finden sich unzählige Kaninchen-Supermärkte in Form von

Das mikroskopisch kleine Bärtierchen (links) ist ein Wunder der Natur: Im Tönnchenzustand kann es Temperaturen zwischen –272 °C und +151 °C überleben. Die Meeresschnecke der Gattung Elysia (rechts) wirft als Reaktion auf einen Parasiten ihren Körper ab und lässt sich einen neuen nachwachsen.

Schrebergärten oder Kräutern auf Parkflächen. Sichere Behausungen und ein reich gedeckter Tisch zahlen auf das Fitnesskonto der Stadtkaninchen ein. Kein Wunder, dass es den Frankfurter Wildkaninchen so gut ging, dass ihre Zahl stetig anstieg. Auch Räuber wie Füchse, Greifvögel oder Marderartige müssen die Stadtkaninchen nicht fürchten. Fuchs und Co. gibt es zwar auch in Frankfurt, aber sie profitieren ebenfalls vom reichen Nahrungsangebot und bedienen sich lieber an den Mülltonen, anstatt einem flinken Wildkaninchen nachzujagen.

Was wir von der Natur lernen können

Die Umsiedlung vom Land in die Stadt schien eine Stressreaktion der Wildkaninchen auf immer weniger Nahrung und weniger Baumöglichkeiten auf dem Land zu sein. Für mein Buch Die unglaubliche Kraft der Natur: Wie Stress Tieren und Pflanzen den Weg weist habe ich unzählige solcher Stressantworten recherchiert und kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Da gibt es Pflanzen wie den Glatthafer, die sich an Zeiten der Dürre erinnern und bei einer erneuten Trockenperiode mehr Wasser einsparen können. Diese Form von „Stressgedächtnis“
bei Pflanzen ist ein völlig neues Phänomen, das die Wissenschaft immer mehr erforscht. Auch das mikroskopisch kleine Bärtierchen überrascht mit unglaublichen Fähigkeiten im Umgang mit Stress. Sind die Umstände ungünstig, trocknen die Bärtierchen aus und nehmen das sogenannte Tönnchenstadium ein. Mit diesem Trick werden sie zu regelrechten Superbären und können selbst extreme Temperaturen über Monate hinweg überstehen. Diese Superkräfte sind auch der Wissenschaft aufgefallen und bescherten den Bärtierchen ein Ticket zum Mond. Versuche zeigen, dass die Tiere sogar nach einer Reise zum Erdtrabanten mit Aufenthalt im All wieder aus ihrem Tönnchenstadium zum Leben erweckt werden konnten. Doch wer denkt, dass sich erinnernde Pflanzen und Bärtierchen mit Superkräften nicht mehr zu toppen sind, irrt. Die Meeresschneckenart Elysia marginata schießt mit ihrer Stressantwort den Vogel ab – oder besser gesagt den Kopf. Sind die Schnecken von einem Parasiten befallen, werfen sie ganz einfach ihren Körper ab und lassen sich einen gesunden nachwachsen. Dazu wird die Schnecke für einige Zeit zur Pflanze und betreibt Fotosynthese. Auf diese Weise kann sich vom Kopf her ein komplett neuer Körper entwickeln, der alle wichtigen Organe besitzt. Von wegen, Schnecken seien langweilig!

Fazit: Ohne Stress geht es nicht

Auch Herr Selye wusste bereits, dass ein Leben ohne Stress nicht möglich ist. Wir haben erst dann keinen Stress mehr, wenn wir tot sind. So sind die vielen Anforderungen von außen der Motor für die Evolution. Erst durch die vielen Herausforderungen im Leben werden Bakterien, Pilze, Pflanzen und Tiere inklusive wir Menschen dazu gezwungen, uns anzupassen. Um sich anzupassen, braucht es Weiterentwicklung. Und geht es nicht genau darum im Leben: sich weiterzuentwickeln? Nach der Recherche für mein Buch bin auch ich fest davon überzeugt, dass es sich lohnt, unsere Haltung zum Stress zu überdenken. Wir können Stress immer als Wegweiser verstehen, der uns zeigt, dass es Zeit ist, etwas zu ändern. Wenn unser Lebensraum unsere Fitness in Mitleidenschaft zieht, weil zu viele Anforderungen an uns gestellt werden, zahlt es sich aus, darüber nachzudenken, woanders hinzugehen oder sich einer anderen Tätigkeit zuzuwenden. Stress fordert uns auf, uns selbst ehrlich zu fragen: „Was bin ich eigentlich für ein Tierchen und was brauche ich, um glücklich zu sein?“ Mit diesem Wissen lade ich Sie ein, Ihren Stress ebenfalls in einem neuen Licht zu sehen. Vielleicht ist er eine freundliche Erinnerung an Sie, etwas in Ihrem Leben zu ändern.

Lese-Tipps

Madlen Ziege

Die unglaubliche Kraft der Natur. Wie Stress Tieren und Pflanzen den Weg weist. Piper, 240 S., 22 Euro, 2023

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Ab sofort können Sie mit dem Digital-Abo alle Fachartikel aus dem MINT Zirkel am Bildschirm lesen, alle Zusatzmaterialien zu den Beiträgen nutzen, die Beiträge auch als Audioversion anhören und das Ausgabenarchiv bequem durchsuchen. Viermal im Jahr kommt eine neue Ausgabe – für Ihren Wissensvorsprung! Außerdem erhalten Sie im Abo unbegrenzten Zugriff auf sämtliche im MINT Zirkel veröffentlichten Downloads (Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterial etc.) und sichern sich weitere exklusive Vorteile.

Beitrag teilen:

Facebook
X
LinkedIn
Pinterest
XING
WhatsApp
Email

Ähnliche Beiträge

Junge und Mädchen sitzen lauschend vor einer Grünpflanze
8. Juli, 2026
Pflanzen kommunizieren – das ist keine Esoterik, sondern belegte Pflanzenphysiologie. Was aber, wenn wir ihre elektrischen Signale nicht nur messen, sondern mit KI „übersetzen“ könnten? Ein Bericht aus fünf Jahren Forschung und darüber, was das für den MINT-Unterricht bedeutet.
Grüner Baum von unten fotografiert
30. Juni, 2026
Sie steuern unser Wetter, beeinflussen unsere Gefühle und formten die Evolution: Bakterien sind überall – und laut Peter Wohlleben stark unterschätzt. Ein Gespräch über schlaue Einzeller, die Rettung aus der Klimakrise und das faszinierende Netzwerk der Natur.
Die Diskussionsteilnehmenden sitzen in einem Stuhlhalbkreis auf der Bühne
24. Juni, 2026
Viele Schüler:innen stellen sich im Laufe ihrer Schulzeit dieselbe Frage: Wofür lerne ich das eigentlich? Formeln, Ableitungen, chemische Reaktionsgleichungen oder Programmierlogik erscheinen im Unterricht oft abstrakt und losgelöst von der Lebensrealität. Gerade in den MINT-Fächern fällt es nicht immer leicht, den unmittelbaren Bezug zur späteren Berufswelt zu erkennen.
Riesenkrake in natürlicher Umgebung
17. Juni, 2026
Das Tier des Frühlings kam aus dem Meer: der gestrandete Ostsee-Wal, den Journalist:innen im April „Hope“ oder „Timmy“ tauften, ein Buckelwal, 12,3 Meter lang, tonnenschwer und als Wal ein Mitglied jener Tiere, die bisher als die größten in den Ozeanen galten. Sehr wahrscheinlich ist, dass seine Größe den Rummel um ihn befeuerte. Er wurde geliebt, bemitleidet, hochgejazzt und schließlich als unser aller Meeres-Buddy in eine ungewisse Zukunft entlassen.
Lehrer steht an einer Tafel, auf der mathematische Formeln zu sehen sind
10. Juni, 2026
Mathematik ist weit mehr als Beweise, Herleitungen und abstrakte Strukturen. Sie ist eine elegante Sprache, die unsere Welt ordnet, erklärt und sogar verzaubern kann, wenn man es nur zulässt. Dennoch haftet ihr oft das Vorurteil an, trocken, schwer zugänglich oder gar verstaubt zu sein. Genau diesem Bild sollte im Leistungskurs 11 des Schuljahres 2024/25 am Otto-Hahn-Gymnasium Landau mit der Erstellung eigener Mathematikbücher entgegengewirkt werden.
Nawi-Lernlandschaft bestehend aus Tischen und Stühlen und diversen mobilen Geräten
3. Juni, 2026
Naturwissenschaftliche Fachräume müssen heute mehr leisten als früher: Sie sollen flexible Unterrichtsformen ermöglichen, höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen und pädagogische Entwicklungen wie Individualisierung und selbstorganisiertes Lernen unterstützen. Im Interview beleuchtet Dr. Dr. Dierk Suhr, Bildungsexperte beim Schulausstatter Hohenloher, wie zeitgemäße Raumkonzepte für Biologie, Chemie, Physik und Makerspaces aussehen können.
Schülerin ist gestresst bei den Hausaufgaben
27. Mai, 2026
Stress ist ein allgegenwärtiges Phänomen in unserem täglichen Leben, das sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen auf unsere körperliche und psychische Gesundheit haben kann. Während wir unsere Stressreaktionen ursprünglich als überlebenswichtige Reaktion auf Gefahren entwickelten, führen die ständigen Anforderungen des modernen Lebens oft zu chronischem Stress, der mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen verbunden ist. Ein tiefes Verständnis von Stress und seinen biologischen Grundlagen ist daher entscheidend für eine effektive Bewältigung.
Gruppe von Schüler:innen, eine hält ein Megaphon in der Hand
20. Mai, 2026
Gesellschaftliche Krisen machen vor der Schule nicht halt. Sie ist einer der Orte, an denen Krisenfolgen unmittelbar erfahrbar werden. Klimawandel, Kriege, Pandemieerfahrungen, autoritäre Bestrebungen, Armut und soziale Verunsicherung sind für viele Kinder und Jugendliche keine abstrakten Zukunftsrisiken, sondern Teil ihres Alltags. Empirische Befunde zeigen, dass existenzielle Sorgen für zahlreiche Kinder und Jugendliche zu anhaltenden psychischen Belastungen beitragen. Gerade marginalisierte Kinder und Jugendliche sind besonders betroffen. Damit verbundene Erfahrungen prägen Lernprozesse, Beziehungen und das sozial-emotionale Klima im Klassenzimmer. Die Bundesschülerkonferenz bringt das in ihrer aktuellen Kampagne „UNS GEHT’S GUT?“ deutlich zum Ausdruck.
Schüler:innen sitzen in einem Stuhlkreis, in der Mitte auf einem Tisch steht ein TreeMuse-Gerät
13. Mai, 2026
Pflanzen kommunizieren nachweislich miteinander, etwa indem sie sich vor Fressfeinden warnen oder auf Umweltveränderungen reagieren. Wie faszinierend wäre es, diese verborgene Sprache hörbar zu machen? Das Projekt „Re-Connecting with Nature“ macht genau das möglich: Aus feinen Berührungen, Lichtveränderungen oder Schwankungen der Blattfeuchtigkeit entstehen Klänge und damit ein faszinierender, fächerübergreifender Zugang zur Natur, der ökologische Themen und technische Medienkompetenz auf spielerische Weise greifbar macht.
Bücherstapel vor sommerlicher Kulisse
12. Mai, 2026
Endlich Sommer – und endlich Zeit, in Ruhe zu lesen. Wieder haben wir uns mit spannenden neuen Büchern aus der MINT- und Bildungswelt beschäftigt. Hier kommen unsere Lektüreempfehlungen für diesen Sommer. Viel Spaß beim Lesen!
Nahaufnahme einer Brennnessel
5. Mai, 2026
Warum wachsen auf einem frisch geharkten Beet so schnell wieder unerwünschte Kräuter? Die Gründe sind vielfältig: Entweder bilden sie viele Samen, die neu einfliegen oder lange im Boden ruhten (Brennnessel, Vogelmiere, Löwenzahn), oder sie vermehren sich durch Ausläufer oder Rhizome (Brennnessel, Quecke, Giersch). Am Beispiel der Brennnesseln lassen sich im Biologie-Unterricht ökologische Nische, Zeigerarten, pflanzlicher Fraßschutz durch Brennhaare, Ein- und Zweihäusigkeit, Bestimmungsübungen an „Nesseln“, Pflanzenfasern und ökologisches Gärtnern thematisieren.

Vielen Dank für Ihr Interesse am MINT Zirkel! Registrieren Sie sich jetzt hier für den kostenfreien Download der Unterrichtsmaterialien.

Wenn Sie bereits einen MINT-Zirkel-Account eingerichtet haben, können Sie sich hier anmelden.