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„Girls’ Digital Camps“ – Förderung digitaler Kompetenzen

Die Zukunft liegt in der Digitalisierung! Hier entstehen neue, kreative und herausfordernde Berufsfelder und Berufsbilder, für die Mädchen und junge Frauen sich begeistern können. Und genau diese Begeisterung für Informationstechnologie, Digitalisierung und Technik zu wecken, ist das große Ziel von „Girls’ Digital Camps“.

Im Kontext des Wirtschaf tsforums „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ wurden im Oktober 2018 die sechs Projekte und Projektträger der „Girls’ Digital Camps“ bekanntgegeben, die vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert werden. Die Projektträger in den Wirtschaftsregionen Rhein-Neckar, Ostwürttemberg, Stuttgart und Esslingen, Südlicher Oberrhein/Ortenau und Mittlerer Oberrhein/Karlsruhe werden pilothaft innovative Konzepte erarbeiten, durchführen und evaluieren – in enger Kooperation mit Schulen, Unternehmen, Stakeholdern und Role Models. Die Bedeutung der neuesten digitalen Trends soll durch genderspezifische Aufbereitung konkrete Einblicke in die Inhalte digitaler Anwendungen und notwendiger digitaler Kompetenzen für eine berufliche Zukunft ermöglichen. Auch die Pädagogischen Hochschulen Schwäbisch Gmünd und Heidelberg führen jeweils ein Camp durch, wobei sie ihre besondere Expertise im Bereich der Lehrerbildung mit einbringen können.

Lehr- und Lerneinheiten zum Thema Fledermäuse an der PH Schwäbisch Gmünd

Die Abteilung Technik der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd führt ihr Camp in der Region Ostwürttemberg in Kooperation mit der eule gmünder wissenswerkstatt Schwäbisch Gmünd und der Klett MINT GmbH aus Stuttgart durch. Hier sollen Mädchen besonders für digitaltechnische Inhalte interessiert werden, die in soziale oder ökologische Kontexte eingebettet sind. Um die Zielgruppe der Mädchen für die IT-Thematik zu begeistern, werden Angebote rund um das Oberthema „Fledermäuse“ entwickelt. Innerhalb dieses Themas werden Lehr- und Lerneinheiten für insgesamt vier Module entwickelt: Wirtschaftsinformatik/ Technische Informatik, Bio- und Medizininformatik, Geo- und Medieninformatik. Basis des Projekts bilden wöchentliche Grundveranstaltungen zu diesen vier Modulen. Ergänzend werden externe Zusatzveranstaltungen mit Projektpartnern aus der Industrie angeboten, die praktische Einblicke in den Berufsalltag von Frauen in IT-Berufen bieten. Anwendungsorientierte „Digital Camps“ in Form von Abendund Wochenendveranstaltungen runden das Angebot für die Mädchen ab. Diese sind aber nicht die einzige Zielgruppe: „Neben der Förderung von Mädchen und Frauen gilt es auch, die im Kontext der genderspezifischen Förderung beteiligten Personengruppen und Stakeholder in den Prozess zu involvieren und zu sensibilisieren“, erläutert Projektleitung Dr. Stefan Kruse. „Dazu gehören Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaft und Industrie, Role Models, Eltern und Gatekeeper in der Arbeitswelt.“ Schwäbisch Gmünd startet zum Schuljahresbeginn 2019/2020. Die öffentliche Auftaktveranstaltung findet am 09.05.2019 statt. Weitere Informationen zum Projekt „Girls’ Digital Camps“ in der Region Ostwürttemberg finden Sie auf der Webseite www.gdc-gmuend.de.

Spannende IT-Module für Mädchen an der PH Heidelberg

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt die Arbeitsgruppe didaktik-aktuell unter der Leitung von Prof. Dr. Nicole Marmé und Dr. Jens-Peter Knemeyer unterschiedliche IT-Module für Mädchen zu interessanten Themen (z. B. IT und Kunst, IT und Mode, IT und Soziale Innovationen, IT und Consulting), die in mehrtägigen Akademien erarbeitet werden. Diese werden in Kooperation mit zahlreichen Partnern aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft umgesetzt. So wurden z. B. in Zusammenarbeit mit dem Zoo Heidelberg „Tierisch gute Webseiten“ erstellt. In der zweiten Akademie (14.– 16.04.2019) befassen sich die Schülerinnen bei den SAP Young Thinkers mit „Kunst durch Coding“. Dabei wird die grafische Programmierumgebung Snap! verwendet, um eigene kreative Kunstwerke zu gestalten. Neben den Workshop-Akademien haben die Schülerinnen auch die Möglichkeit, sich im Makerspace des Deutsch-Amerikanischen Instituts Heidelberg (DAI) über einen längeren Zeitraum mit eigenen Projekten zu beschäftigen. Für Schülerinnen, für die der Weg nach Heidelberg zu weit ist, werden Angebote direkt an Partnerschulen entwickelt. Außerdem werden zu einzelnen Themen Lehrkräftefortbildungen entwickelt, die den Fokus auf genderspezifische Aspekte legen. Neugierig? Auf der Webseite www.gdc-heidelberg.de werden weitere Informationen rund um das Programm bereitgestellt. Interessierte Schülerinnen und Lehrkräfte können sich hier im gesamten Projektzeitraum anmelden.

 

Ann-Katrin Krebs, Dr. Jens-Peter Knemeyer, Dr. Stefan Kruse, Prof. Dr. Nicole Marmé.


 

Weitere Informationen: Interessierte Mädchen und junge Frauen von Klassenstufe 6 bis Klasse 10 können sich gerne bei einem der sechs Projektträger oder auf der Homepage des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau www.girls-digital-camps.de über die spezifische Ausrichtung der Camps informieren. Auch Lehrerinnen und Lehrer sind aufgerufen, ihre Schülerinnen auf die Angebote hinzuweisen. Die Camps starten
größtenteils im Frühjahr 2019.

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