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Stabilo, wie sieht es mit Nachhaltigkeit und C2C aus?

In fast jedem Schulmäppchen in Deutschland wird man sie finden: Stifte und Textmarker von Stabilo. Seit mehr als 160 Jahren produziert Schwan-Stabilo Schreibgeräte, die heute in 180 Ländern der Erde erwerbbar sind. Mit einer solchen Geschichte wächst natürlich auch die soziale Verantwortung für Welt und Umwelt. Wir haben bei Alexander Doll, Head of Research and Development bei  STABILO International GmbH, nachgefragt: Produzieren Sie nachhaltig und nach dem C2C-Modell? Wie liegen die Probleme bei der Umsetzung?

Nachhaltigkeit zu fordern ist das Eine, sie tatsächlich auch umzusetzen das Andere. So ist es auch bei dem Konzept Cradle to Cradle (kurz: C2C), das hinter unserem Projekt „Der positive Fußabdruck“ steht. Gemeinsam mit Ingrid Richl hat der MINT Zirkel Unternehmen aus ganz Deutschland angefragt: Wie sieht es bei Ihnen mit Nachhaltigkeit und C2C aus? Dadurch sollen Kreativität und Ideen aus der Wirtschaft präsentiert und Inspirationen für Schüler*innen entstehen, wie heute schon positiv auf die Umwelt gewirkt werden kann. Teil 1: Stabilo.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrer Firma? Und warum?

Das Thema Nachhaltigkeit spielt im Familienunternehmen STABILO International GmbH eine grundlegende Rolle.

Soziale-, sowie umweltorientierte Nachhaltigkeit ist einer der Grundpfeiler des Unternehmens, an dem sich jede strategische Ausrichtung orientiert.

Wie setzen Sie das Thema Nachhaltigkeit konkret im Unternehmen um?

Nachhaltigkeit bei STABILO entsteht aus einer Balance von Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung. Dies belegen wir durch mehrere Umweltzertifizierungen, Spenden für soziale Zwecke sowie eine leistungsfördernde und menschenorientierte Personalpolitik.

Kennen Sie Cradle to Cradle? Wenn ja, beschreiben Sie kurz, was Sie darunter verstehen.

Natürlich!

STABILO hat entsprechend der Cradle-to-Cradle Kriterien einen weltweit einzigartigen Stift entwickelt. Ziel der Entwicklung war es, nicht nur ein bisschen Nachhaltigkeit zu machen (z.B. nur mit dem Einsatz von recycelten Kunststoffen) sondern das Thema Nachhaltigkeit wirklich ernst zu nehmen. Wir möchten ressourcenschonend Produkte entwickeln, die möglichst keinen negativen Fußabdruck auf unserem Planeten zurücklassen bzw. vollständig wiederverwertbar sind.

Setzen Sie bereits Inhalte des C2C – Konzeptes in Ihrer Firma um?

Ja! Der STABILO® GREENpoint erfüllt alle Kriterien des Cradle-to-Cradle Silber Zertifikats und das schon seit 2011. Diese Kriterien werden regelmäßig überprüft.

Wo liegen für Ihre Firma und Ihre Branche die größten Herausforderungen / Schwierigkeiten in der Umsetzung von nachhaltigen Konzepten?

Der enormer Aufwand in der Entwicklung und der Zertifizierung liegt leider (noch) nicht im Verhältnis zu dem wirtschaftlichen Erfolg. Das heutige C2C Label ist noch nicht umfassend bekannt genug. Die heutigen Endverbraucher sind noch nicht bereit, für nachhaltige Produkte auch ein bisschen mehr Geld auszugeben.

Dieses Interview ist Teil unseres Projektes „Der positive Fußabdruck“. Dabei geht es darum, dass die Lehrerin Ingrid Richl in Kooperation mit dem MINT Zirkel Schulmaterial über das Konzept Cradle to Cradle in die Schulen bringen möchte. MINT Zirkel unterstützt sie dabei und begleitet den Prozess, unter anderem mit dieser Interviewreihe. Interessant? Mehr Artikel zum Projekt „Der positive Fußabdruck“.

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