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Die ALDEBARAN sucht junge Meeresforscher: Meereswettbewerb „Forschen auf See“ 2018

Die Menschen sind dringend auf gesunde Ozeane angewiesen und kennen bis heute nur 10 Prozent der Lebewesen im Meer. Junge Forscher-Ideen für unsere Ozeane sind deshalb besonders wertvoll und die können seit 2005 beim Meereswett­bewerb „Forschen auf See“ an Bord des Forschungsschiffes ALDEBARAN selbst ausprobiert werden.

Nachwuchsforscherinnen und -forscher (ab der 9. Klasse) erleben für eine Woche wie ein Meeresforscher das faszinierendste und größte Ökosystem auf dem Planeten Erde für eine Woche aus nächster Nähe. Begleitet von erfahrenen Wissenschaftlern und einem erfahrenen Kapitän lebt und arbeitet das Team für eine Woche auf dem segelnden Forschungsschiff bei Wind und Wetter und lernt nebenbei noch allerhand über das Leben an Bord eines Segelschiffes. Die Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Eltern können die naturwissenschaftlichen Experimente an Bord live mitverfolgen, dank der multimedialen Ausstattung des Schiffes. Teams, die beim Meereswettbewerb teilnehmen, können sich mit ihren Ergebnissen auch anschließend bei „Jugend forscht“ bewerben.

Das Ziel des Wettbewerbs

Die jungen Forscherinnen und Forscher lernen im Rahmen des einzigartigen Wettbewerbs intensiv Küstengewässer und Ästuarien sowie die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Menschen und der Meeresumwelt kennen. Durch die professionelle Anleitung zweier erfahrener Wissenschaftler an Bord der ALDEBARAN ist der Lerneffekt besonders intensiv. So können auch die Nachwuchsforscherinnen und -forscher durch ihr Engagement zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit unserer Meeresumwelt beitragen.

Die essenzielle Rolle unserer Ozeane für unser Klima und Wohlbefinden wird bei den Experimenten an Bord leicht verständlich. Die Klima- und Meeresforschung der Zukunft benötigt nicht nur engagierte und talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern vor allem auch einen stärkeren Austausch zwischen Forschung und Schulen.

Das Forschungsthema

„Ozeane im Wandel – Ozeane im Stress“ lautet die Überschrift aller Forschungsthemen, die gesucht werden, denn die Ozeane sind heute vielen unterschiedlichsten „Stressfaktoren“ ausgesetzt. Über­fi­schung, Verschmutzung durch Abwässer und Abfall, Versauerung, Klimawandel, invasive Arten, Eutrophierung durch Düngemittel: Die Liste der Einflüsse des Menschen auf das Meer ist lang. Die von ihm in Gang gesetzten Prozesse haben inzwischen einen großen Einfluss auf die Meeresumwelt und schon längst einen Wandel in den noch vor einigen Jahrzehnten als „unerschöpflich“ und „immun“ geltenden Ozeanen in Gang gesetzt.

Wie zeigt sich dieser Wandel in den Ozeanen und in den Meeresökosystemen vor unserer Tür? Auf welche Art und Weise und wie stark sind Ost- und Nordsee von den Einflüssen des Menschen betroffen? Wirkt sich der durch den Menschen angestoßene Wandel schon auf die küstennahe Flora und Fauna in den Meeren aus?

Durch die Untersuchung der verschiedenen „Stressfaktoren“ und ihre Wirkungen können Schülerinnen und Schüler einen Beitrag dazu leisten, die aktuellen Vorgänge und den Wandel in den küstennahen Zonen von Nord- und Ostsee besser zu verstehen. Das Team der ALDEBARAN freut sich deshalb auf innovative Projekt­ideen. Eine nationale Jury namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nominiert die Sieger-Teams, die dann anschließend an den Forschungsexpeditionen auf der ALDEBARAN teilnehmen dürfen.

Die Forschungsexpedition

Die Gewinnerteams dürfen in den Sommerferien jeweils eine Woche unter wissenschaftlicher Anleitung unter idealen Bedingungen an Bord der flachwassergängigen ALDEBARAN eine Forschungsexpedition durchführen. Dabei ist der begleitende Wissenschaftler ein ausgewiesener Spezialist in dem Themenbereich, den die Schülerinnen und Schüler formuliert haben. Der „Wissenschaftspate“ hilft dem Schülerteam auch bei der Vor- und Nachbereitung der Forschungsexpedition. An Bord finden die Schülerinnen und Schüler ein kleines Labor und zahlreiche Geräte, die sie für ihre Untersuchungen einsetzen können. Dabei werden sie von einem wissenschaftlichen Assistenten fachlich angeleitet. Auch Taucheinsätze sind von Bord der ALDEBARAN aus möglich.

ALDEBARAN – das Forschungs- und Medienschiff

Die ALDEBARAN, die seit 1992 weltweit als Medien- und Forschungsschiff im Einsatz ist, bietet einen Einblick in die spannende Forschungs- und Medienarbeit in Flüssen, Küstengewässern und auch auf Binnengewässern. Die gelbe Segelyacht dient dabei insbesondere dazu, Meeres- und Gewässerforschung verständlich zu machen und so kommende Generationen für einen nachhaltigen Umgang mit den Ozeanen und Binnengewässern zu begeistern. Mit einem Tiefgang von nur knapp einem Meter ist die ALDEBARAN für Einsätze insbesondere in Flach- und Küstengewässern geeignet.

Unterwasserkameras: Der Blick in die hochauflösende Unterwasserkamera ist das Highlight des Törns auf der ALDEBARAN. Selbst erfahrene Wissenschaftler sind nicht mehr vom Bildschirm weg zu locken, wenn der Boden des Sees und die Tiere dort live beobachtet werden.

Labor: Mit einem richtigen Forscher-­Mikroskop und einem wertvollen Binokular können die Teams auf Entdeckungsreise im Mikrokosmos gehen. Eine Kamera überträgt das „Leben im Wassertropfen“ für alle Teilnehmer gut sichtbar direkt auf den großen Monitor im Salon. Mit einer Multisonde (CTD) können in der Tiefe Sauerstoffgehalt und die Temperatur gemessen werden. Mit einem Analysenkoffer ermitteln die Gäste auf Wunsch auch die Nährstoffzusammensetzung des Gewässers. Mit Bodengreifer und Planktonnetz werden Proben genommen, die anschließend unter dem Mikroskop und Binokular betrachtet werden. So können die Teilnehmer in den Wasser- und Bodenproben Kleinstlebewesen wie Plankton und Algen entdecken.

www.meereswettbewerb.de

Frank Schweikert

Zeitplan Wettbewerb

31. März 2018 | Einsendeschluss der Projektskizzen
Anfang Mai 2018 | Bekanntgabe der ausgewählten Schülergruppen durch die Jury
Mitte Juni 2018 | Vorbereitungstreffen der Gewinnerteams
18. Juli – 31. August 2018 | Forschungsexpeditionen
1. Oktober 2018 | Abgabe Expeditionsberichte
Ende Oktober 2018 | Abschlusskolloquium
Ende Januar 2019 | Siegerehrung auf der boot in Düsseldorf

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