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Leben und Forschen und All – ein Astronaut erzählt

Wer träumt nicht davon, einmal die unendlichen Weiten des Alls zu entdecken, einige Schritte auf der durch Krater durchzogenen Mondlandschaft zu gehen oder einfach nur die Erde von oben zu betrachten? Wer stellt sich nicht die Frage, ob es außer uns noch weiteres Leben „da draußen“ gibt? Prof. Reinhold Ewald erlebte 1997 bei der zweiten Weltraum-Mission der russischen MIR die Faszination Weltall. Ganze 18 Tage dauerte der Aufenthalt im Raumschiff, die er wissenschaftlichen Experimenten widmete – und dem Löschen eines Brandes. Am 25. Oktober 2017 wird Prof. Ewald vom Leben und Forschen im Weltall beim Schaufenster mikro makro mint erzählen und Fragen rund um das Universum beantworten.

Eine Raumstation als außerschulischer Lernort

Nicht nur Wissensdrang und Forschergeist sind Voraussetzungen für die Entwicklung kleiner und großer Ideen. Eine ordentliche Portion Neugierde darf ebenso wenig fehlen. Damit gerüstet machte sich Professor Ewald auf ins All und führte zahlreiche biomedizinische – oftmals an sich selbst – Experimente durch. Sein Ziel war die Analyse des menschlichen Körpers in der Schwerelosigkeit. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass selbst kleine Hautabschürfungen schlechter heilen, weil das Immunsystem im Weltall wohl langsamer arbeitet. Zurück auf der Erde blieb Reinhold Ewald der Raumfahrt treu und organisierte als Betriebsleiter die Flüge von Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Seit 2015 ist Prof. Ewald als Lehrbeauftragter an der Universität Stuttgart am Institut für Raumfahrtsysteme tätig.

Feuer und Rauch auf der MIR

Neben spannenden und geplanten Experimenten, muss man als Astronaut auch mit allerlei Ungeplantem und Unangenehmen zurechtkommen. Zum Beispiel mit einem Brand auf der Raumstation. Was tun? Ganz einfach, berichtet Professor Ewald: Atemschutzmaske aufziehen, löschen und abwarten, bis die Luft von den giftigen Gasen durch das Filtersystem der Raumstation befreit war. Welche Abenteuer der Astronaut noch erlebte, erzählt er während seines Vortrages. Dazu sind alle interessierten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte herzlich eingeladen, also nicht nur diejenigen, die bereits mit einem Forschungsprojekt bei mikro makro mint beteiligt sind. Im Anschluss an den Vortrag ist Gelegenheit, Fragen loszuwerden, die man schon immer Astronauten stellen wollte.

Kreative Schülerteams unterstützen

Schülerinnen und Schüler fürs Forschen zu begeistern, ist Ziel der Initiative mikro makro mint der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit Klett MINT. Im Fokus steht die Nachwuchsförderung im MINT-Bereich. Mit finanzieller und fachlicher Unterstützung können alle motivierten Schülerinnen und Schülern ihre Projektideen über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren verwirklichen.

Während des Schaufensters mikro makro mint werden einige der forschungsbegeisterten Schülergruppen ihre MINT-Projekte kurz vorstellen. Zusätzlich bieten Referentinnen und Referenten des Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme sowie anderer renommierter Einrichtungen spannende Workshops zum Programmieren mit Arduino, Präsentationstechniken und weiterer hochinteressanter Themen. Auch die Lehrkräfte können sich im Programmieren und anderen Fertigkeiten üben.

Mehr Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

Was: Schaufenster mikro makro mint
Wer: Interessierte Lehrkräfte der weiterführenden Schulen aus Baden-Württemberg sowie Schüler*innen
Wo: Stuttgarter Straße 65, 70806 Kornwestheim
Wann: 25. Oktober 2017

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