Skip to content

Naturwissenschaftliche Herausforderungen

Eigene Ideen verfolgen, Praxisluft schnuppern oder sich mit anderen klugen Köpfen messen – Argumente für die Teilnahme an Schülerwettbewerben gibt es viele. Aktuell zählt die Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Schülerwettbewerbe mehr als 300 Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler. Viele davon haben einen naturwissenschaftlichtechnischen Schwerpunkt.

Mathematik

Mathematik Olympiade: Bereits seit 1960 gibt es die MathematikOlympiade. An dem bundesweiten Wettbewerb nehmen heute über 250.000 Schülerinnen und Schüler teil, von Klasse 3 bis zur Oberstufe. Der Wettbewerb startet schulintern, danach folgen Regional- und Landesrunden. Auf jeder Stufe müssen die Teilnehmer unter Klausurbedingungen logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und kreativen Umgang mit mathematischen Methoden unter Beweis stellen.
www.mathematik-olympiaden.de

Bundeswettbewerb Mathematik: Am Bundeswettbewerb Mathematik können Schüler aller Klassenstufen teilnehmen. Anders als bei der MathematikOlympiade werden die vier Aufgaben aus den Bereichen Geometrie, Kombinatorik, Zahlentheorie und Algebra zu Hause bearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler können die Aufgaben der ersten beiden Runden entweder alleine lösen oder in Dreierteams angehen. Für die Ausarbeitung bleiben pro Runde etwa zwei Monate Zeit. In der dritten Runde stellen sich die Teilnehmer einem mathematischen Fachgespräch mit je einem Mathematiker einer Hochschule und Schule. Auf Basis dieser Gespräche werden die Bundessieger ausgewählt. Diese werden zu Beginn eines Studiums in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.
www.mathe-wettbewerbe.de

Informatik

Bundeswettbewerb Informatik:
Wie sieht der perfekte Weg einer Schildkröte im Land Quadratien bei der Futtersuche aus? Lässt sich die Futtersuche von Ameisen am Computer simulieren? Solchen Fragen müssen sich die jährlich etwa 1.000 Teilnehmer des Bundeswettbewerbs Informatik stellen. Aufgeteilt ist der Wettbewerb in drei Runden. Die Aufgaben werden zu Hause bearbeitet. Die erste Runde lässt sich noch ohne größere Informatikkenntnisse meistern. Die Aufgaben der zweiten Runde sind dagegen deutlich schwieriger. Den Abschluss bildet ein Gespräch mit je einem Informatiker aus Schule und Hochschule. Die Sieger werden auch hier Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes. www.bundeswettbewerb-informatik.de

Physik

Internationale PhysikOlympiade: Jedes Jahr kommen die begabtesten Nachwuchsphysiker der Welt zur „Internationalen PhysikOlympiade“ zusammen. Bei dem Wettbewerb messen sie sich beim Lösen kniffliger Aufgaben und dem Experimentieren. Alle teilnehmenden Länder schicken dabei fünfköpfige Teams ins Rennen. Für einen Platz in der deutschen physikalischen Nationalmannschaft können sich Schülerinnen und Schüler in vier Vorrunden mit steigendem Anspruch qualifizieren. wettbewerbe.ipn.uni-kiel.de/ipho/

Chemie

Internationale ChemieOlympiade: Auch für das Fach Chemie gibt es die olympischen Spiele für kluge Köpfe. In den ersten Runden messen sich die Athleten in theoretischen Fragestellungen. Für die besten 15 aus ganz Deutschland geht es dann zur vierten Runde ins Labor. Dort fällt die Entscheidung, welche Chemie-Asse für Deutschland zur „Internationalen ChemieOlympiade“ reisen dürfen. Dort treffen sie zehn Tage lang auf andere chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler aus aller Welt und bekommen außerdem die Gelegenheit, internationalen Forschern Löcher in den Bauch zu fragen.
wettbewerbe.ipn.uni-kiel.de/icho

Chemie – die stimmt!: Ein verhältnismäßig junger Schulwettbewerb mit 250 Schülern aus zehn Bundesländern im letzten Jahr. Der Wettbewerb besteht aus drei Runden. In der ersten Runde müssen die Schüler Aufgaben zu Hause lösen. Korrigiert und eingeschickt werden diese von den Fachlehrern. Die 30 Besten messen sich in einer Klausur bei den Landesentscheiden. Bei der mehrtägigen Finalrunde arbeiten die Landessieger in Dreierteams zusammen. Es gilt, ein kompliziertes Experiment durchzuführen und die Ergebnisse vor einer Jury zu präsentieren. Dazu gibt es eine Klausur.
www.chemie-die-stimmt.de

Biologie

BundesUmweltWettbewerb: Hohe Abgaswerte, Müll in den Meeren oder der Klimawandel – Gefahren für unsere Ökosysteme gibt es genug. Beim BundesUmweltWettbewerb entwickeln Schüler neue Konzepte für einen besseren Umweltschutz. Die Themen und Ansätze sind dabei frei wählbar. Unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ wollen die Initiatoren junge Menschen dazu ermutigen, sich intensiv mit Umweltproblemen auseinanderzusetzen, clevere Lösungen zu suchen und umzusetzen. Bewerben können sich sowohl Teams als auch einzelne Schüler. Zu gewinnen gibt es Sach- und Geldpreise. Die Sieger reisen außerdem zur „Internationalen Umweltprojekt- Olympiade“.
www.bundesumweltwettbewerb.de

Internationale BiologieOlympiade: 1.400 Schülerinnen und Schüler kämpfen jährlich um einen der fünf Plätze im deutschen Nationalteam für die „Internationale BiologieOlympiade“. Ähnlich wie bei den Olympiaden für Chemie und Physik müssen sie dafür vier Runden mit schweren Aufgaben überstehen. Doch die Mühe lohnt sich: Neben Sachpreisen winken den erfolgreichen Teilnehmern Stipendien und internationale Forschungspraktika.
wettbewerbe.ipn.uni-kiel.de/ibo

Technik

INVENT a CHIP: Mikrochips sind allgegenwärtig. Sie sind wichtiger Teil unserer Smartphones, retten in der Medizin Leben oder steuern industrielle Fertigungsprozesse. Dieser Wichtigkeit für unseren Alltag widmet sich der Schulwettbewerb „INVENT a CHIP“. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei ihre eigenen Ideen für hilfreiche Mikrochips entwickeln. Die 15 besten Ideen haben die Chance auf eine Umsetzung, natürlich mit Unterstützung von IT-Profis. Ihre Chips dürfen die jungen Erfinder auf Technik-Events wie der CeBIT oder der Hannover Messe präsentieren.
www.invent-a-chip.de

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Ab sofort können Sie mit dem Digital-Abo alle Fachartikel aus dem MINT Zirkel am Bildschirm lesen, alle Zusatzmaterialien zu den Beiträgen nutzen, die Beiträge auch als Audioversion anhören und das Ausgabenarchiv bequem durchsuchen. Viermal im Jahr kommt eine neue Ausgabe – für Ihren Wissensvorsprung! Außerdem erhalten Sie im Abo unbegrenzten Zugriff auf sämtliche im MINT Zirkel veröffentlichten Downloads (Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterial etc.) und sichern sich weitere exklusive Vorteile.

Beitrag teilen:

Facebook
X
LinkedIn
Pinterest
XING
WhatsApp
Email

Ähnliche Beiträge

Drei Personen auf dem Siegerpodest halten ihre Landesfahnen hoch
2. September, 2026
Pflanzen kommunizieren – das ist keine Esoterik, sondern belegte Pflanzenphysiologie. Was aber, wenn wir ihre elektrischen Signale nicht nur messen, sondern mit KI „übersetzen“ könnten? Ein Bericht aus fünf Jahren Forschung und darüber, was das für den MINT-Unterricht bedeutet.
Kinder halten gemeinschaftlich ihre Hände zusammen
26. August, 2026
Kooperation und Vertrauen sind der Schlüssel für ein gelingendes Miteinander. Das gilt gleichermaßen für Familien, Schulen, Unternehmen oder auch Staaten. Durch kooperatives Verhalten kann gemeinsam mehr erreicht werden als allein, und Vertrauen ist eine Basis für effiziente Zusammenarbeit. Wie aber entwickeln sich Kooperation und Vertrauen? Welche Rolle spielt dabei das Elternhaus und welche Möglichkeiten bieten gezielte Interventionen in unserem Bildungssystem zur Steigerung von Kooperation und Vertrauen?
Lehrerin steht hinter Schülern und erklärt etwas auf einem Tablet
19. August, 2026
Seit dem Launch von ChatGPT Ende 2022 ist generative künstliche Intelligenz an vielen Stellen und mit verschiedenen Tools in der Bildungsarbeit angekommen. Parallel steigen die Erwartungen an Lehrkräfte, die Technologie kompetent einzusetzen und im Unterricht zu thematisieren. Was jedoch zu diesen KI-Kompetenzen gehört, ist komplex und häufig schlecht greifbar. Um in diesem Bereich mehr Orientierung zu ermöglichen, stellen Susanne Alles, Joscha Falck, Manuel Flick und Regina Schulz ein Kompetenzmodell für die Bildungspraxis vor.
Partikel aus tausenden von Atomen
11. August, 2026
Die Seltsamkeiten des Mikrokosmos reichen immer weiter: Jetzt wurden Metallkügelchen über einen Abstand vom Zehnfachen ihres Durchmessers „verschmiert“.
Illustration erstellt von ChatGPT mit dem Prompt „Erstelle eine Illustration für eine Zeitung für Lehrkräfte aus dem MINT-Bereich. Das Thema des Artikels ist ‚KI als Autor‘.“
4. August, 2026
Um den Gedanken des vorangegangenen Artikels weiterzuführen, haben wir ein kleines Experiment unternommen: Was wäre, wenn der Beitrag vollständig durch eine KI erstellt würde?
Illustration von ChatGPT passend zur Geschichte: Junge sitzt lauernd im Vordergrund, im Hintergrund sieht man einen typischen bösen Professor
28. Juli, 2026
Künstliche Intelligenz bietet erhebliches Potenzial zur Weiterentwicklung und Verbesserung des eigenen Unterrichts. Gleichzeitig ist ein reflektierter und bewusster Einsatz unerlässlich, um zu vermeiden, dass Quantität über Qualität gestellt wird oder Arbeitserleichterung zulasten didaktischer Tiefe geht. Im Folgenden stelle ich meine persönlichen Erfahrungen vor und gebe praxisorientierte Tipps.
Ausschnitt aus der Programmierumgebung
21. Juli, 2026
„Vibe Coding“ ist eine Praxis in der Softwareentwicklung, bei der Programme fast ausschließlich über die Eingabe von Befehlen oder Prompts entstehen. Der Trend verändert grundlegend den Weg, über den Software entsteht, wirft aber auch wichtige Fragen auf.
Screenshot aus der App: Quantenradierer
14. Juli, 2026
Wer kennt es nicht? Die Schulexperimente im eigenen Physikunterricht kommen überwiegend gut bei der Klasse an. Doch dann geht es in die Quantenphysik: Der Fokus des Schulunterrichts liegt hier hauptsächlich auf Experimenten zum Photoeffekt oder dem Frank-Hertz-Versuch – Experimente zur Quantenphysik des frühen 20. Jahrhunderts, die meist als Demoexperimente durchgeführt werden. Doch gemäß den Bildungsstandards für die allgemeine Hochschulreife wird darüber hinaus auch die unterrichtliche Behandlung von (einzelnen) Quantenobjekten (Elektronen und Photonen) und ihrem Verhalten festgelegt. Die neue App Quantum AR Lab schafft Abhilfe, indem sie das Quantenphysik-Labor in Augmented Reality ins Klassenzimmer holt und eigenständiges Arbeiten ermöglicht.
Junge und Mädchen sitzen lauschend vor einer Grünpflanze
8. Juli, 2026
Pflanzen kommunizieren – das ist keine Esoterik, sondern belegte Pflanzenphysiologie. Was aber, wenn wir ihre elektrischen Signale nicht nur messen, sondern mit KI „übersetzen“ könnten? Ein Bericht aus fünf Jahren Forschung und darüber, was das für den MINT-Unterricht bedeutet.
Grüner Baum von unten fotografiert
30. Juni, 2026
Sie steuern unser Wetter, beeinflussen unsere Gefühle und formten die Evolution: Bakterien sind überall – und laut Peter Wohlleben stark unterschätzt. Ein Gespräch über schlaue Einzeller, die Rettung aus der Klimakrise und das faszinierende Netzwerk der Natur.
Die Diskussionsteilnehmenden sitzen in einem Stuhlhalbkreis auf der Bühne
24. Juni, 2026
Viele Schüler:innen stellen sich im Laufe ihrer Schulzeit dieselbe Frage: Wofür lerne ich das eigentlich? Formeln, Ableitungen, chemische Reaktionsgleichungen oder Programmierlogik erscheinen im Unterricht oft abstrakt und losgelöst von der Lebensrealität. Gerade in den MINT-Fächern fällt es nicht immer leicht, den unmittelbaren Bezug zur späteren Berufswelt zu erkennen.
Riesenkrake in natürlicher Umgebung
17. Juni, 2026
Das Tier des Frühlings kam aus dem Meer: der gestrandete Ostsee-Wal, den Journalist:innen im April „Hope“ oder „Timmy“ tauften, ein Buckelwal, 12,3 Meter lang, tonnenschwer und als Wal ein Mitglied jener Tiere, die bisher als die größten in den Ozeanen galten. Sehr wahrscheinlich ist, dass seine Größe den Rummel um ihn befeuerte. Er wurde geliebt, bemitleidet, hochgejazzt und schließlich als unser aller Meeres-Buddy in eine ungewisse Zukunft entlassen.

Vielen Dank für Ihr Interesse am MINT Zirkel! Registrieren Sie sich jetzt hier für den kostenfreien Download der Unterrichtsmaterialien.

Wenn Sie bereits einen MINT-Zirkel-Account eingerichtet haben, können Sie sich hier anmelden.